Basaltsteine sind ursprünglich Lavasteine – sie speichern die Wärme am längsten und geben sie über die ganze Anwendung ab. Mario Ventura zeigt Ihnen den Ablauf in Bauch- und Rückenlage: vom Heater bei 70 Grad über Sakralstein und Temperaturtest am Ellenbogen bis zur Einwirkzeit.
Geeignet für alle, die etwas von einer kompetenten Massage verstehen wollen und fundierte, abwechslungsreiche Wellnessbehandlungen anbieten möchten.
Der Heater läuft auf 70 Grad, die Basaltsteine brauchen 15 bis 20 Minuten. Ab da wiederholt sich bei Mario Ventura vor jedem einzelnen Steinkontakt dieselbe Routine: Steine aus dem Netz nehmen, kurz in der Schüssel mit kaltem Wasser abschrecken, dann die Temperatur am eigenen Ellenbogen oder am Hals prüfen. Erst danach kommt der Stein an den Körper – und auch dann nicht sofort flach. Ventura tippt zuerst mit der kurzen Seite an, „damit der Körper sich an die Temperatur gewöhnen kann“, dreht den Stein auf die lange Seite, tippt erneut, testet die Temperatur noch einmal und legt ihn erst dann flach auf die Muskulatur. An der Hitze selbst hält er fest: Die Steine seien „dementsprechend auch heiß und nicht lauwarm, damit sie auch ihre Wirkung entfalten können“. Die Regel, keinen Stein direkt auf die Haut zu legen, hat genau eine Ausnahme – kleine Steine, die ihre Wärme schon abgegeben haben und nur noch lauwarm sind, dürfen liegen bleiben.
Warum jeder Stein über dem Laken liegt und nicht darunter, muss man nicht glauben – man sieht es. Als Ventura die Steine nach der Einwirkzeit einsammelt, zeigt er die roten Stellen, die trotz Laken entstanden sind: „Jetzt stellen Sie sich mal vor, ohne Laken, wie heiß das dann geworden wäre. Dann hätten wir auch eine Gefahr auf Verbrennung gehabt.“ Dieselbe Konsequenz gilt für die Zonen, die ausgespart bleiben. Kein Stein liegt auf einem Wirbel; die Lage wird noch einmal korrigiert, nachdem der Gast sich daraufgelegt hat. Und die Kniekehle bleibt frei, weil dort das Bindegewebe sehr weich ist und viele Lymphknoten liegen.
Die Rückenbehandlung hat eine Eigenheit, die man erst beim Zusehen versteht: Mit jeder Reihe Steine, die neben der Wirbelsäule liegen bleibt, wird die Fläche kleiner, auf der noch massiert wird – „deswegen muss ich ein bisschen vorsichtiger massieren“. Wie viele Reihen passen, hängt schlicht von der Körpergröße ab. Danach folgt die Einwirkzeit von 15 bis 20 Minuten, in der nichts geschieht; sie ist der Grund, warum für eine professionelle Anwendung rund 90 Minuten zu rechnen sind. Wer eigene Steine statt der Basaltsteine verwenden will, sollte sie vorher auf bis zu 90 Grad erhitzen, um zu sehen, ob sie die Hitze überstehen und nicht splittern. Und danach gehört die Nachsorge dazu: langsam aufstehen lassen, etwas zu trinken anbieten, weder Sport noch Arbeit direkt im Anschluss – die Anwendung geht spürbar auf den Kreislauf.
Massage- und Wellnesstherapeut, Zertifizierter Moving® Trainer.