Heinz Friess zeigt die Klangschalenmassage als Wellness-Basis – von der Einstimmung bis zum Ausklang. Sein Kernsatz: „Es geht nicht um den Ton, der rauskommt, sondern es geht um die Schwingung.“ Für die komplette Ausstattung veranschlagt er rund 420 Euro.
Geeignet für alle, die etwas von kompetenter Massage verstehen wollen und fundierte, abwechslungsreiche Wellnessbehandlungen anbieten möchten. Ideal als Ergänzung zu Ihrem bestehenden Massageangebot.
Heinz Friess trennt zwei Dinge, die man leicht verwechselt: „Die Schwingung ist das, was der Klient merkt. Den Klang, den hören wir.“ Die Schwingung läuft noch weiter, wenn der hörbare Ton längst weg ist – und daraus folgt die wichtigste Regel für die Hand am Klöppel: ganz leicht anschlagen. „Es ist kein Squash-Schläger, kein Tennisschläger, sondern es ist praktisch ein Klangschalen-Klöppel.“ Je weicher der Schlag, desto weniger schreckt der Klient auf, der gerade zur Ruhe gekommen ist. Ob es nach außen schön klingt, ist dabei nicht entscheidend. Zu jeder Schale gehört der passende Klöppel: Die große, tiefe Beckenschale schlägt Friess mit dem Stoffklöppel an, Herz- und Fußschale mit dem Filzklöppel. Und beim Anschlagen bleibt eine Hand an der Schale, damit sie nicht verrutscht.
Wer einsteigen will, braucht weniger, als die Ausstattungsliste vermuten lässt. Mit einer Beckenschale und einer Liege lässt sich sofort arbeiten – die Schale wird dann Stück für Stück über den Körper getragen, statt abgesetzt zu werden. Die Wirkung sei dieselbe, sagt Friess; es ist nur unruhiger, als wenn drei oder vier Schalen stehen und man sie bloß noch anschlägt. Eine gute handgearbeitete Schale im Zwei-Kilo-Bereich liegt bei rund 200 Euro. Warum handgeschlagene Schalen mehr kosten, rechnet er vor: Eine Schale dieser Größe bedeutet ungefähr zwei Tage Arbeit mit drei Leuten – einer heizt auf, einer schlägt, der nächste heizt wieder auf. Gekauft wird deshalb nicht nach Katalog: hören und fühlen, und die Schalen einmal zusammen anschlagen, weil sie als Ensemble harmonieren sollen. Eine gute Herzschale ist nicht automatisch eine gute Fußschale – tauschen und ausprobieren gehört dazu. Wie viele Schalen auf den Körper kommen, richtet sich nach der Größe: Bei über 1,70 Meter kommt eine vierte am Knöchel dazu.
Zwei Punkte im Vorgespräch sparen Ärger. Erstens die Absprache, kurz Bescheid zu geben, wenn der Klient husten oder sich bewegen muss – sonst fallen die Schalen von der Liege, und „das tut denen nicht gut“. Zweitens die Erwartung. Friess ist ehrlich damit, dass die Klangarbeit nicht bei jedem ankommt: Manche kommen so aufgedreht, „die springen dir von der Liege. Die halten das nicht aus.“ Der Rahmen bleibt Wellness; wo ihm etwas auffällt, verweist er auf den Arzt. Und ein Nebeneffekt, den man selten liest: Wer 50 Minuten lang von Schale zu Schale geht, entspannt dabei selbst mit.
Ausbildung zum Reformhausfachkaufmann, 30 Jahre selbständig mit eigenem Reformhaus am Bodensee, Ausbildung zum Neuform Diätberater, Übungsleiter 5 Elemente Yoga.